Horst Förster  
   
erhielt seine musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt Leipzig, wo er zunächst das Diplom als Kapellmeister erwarb. Danach folgte
ein Studium der Musikwissenschaft an der Universität Leipzig, das er mit einem zweiten Diplom und der Promotion ("Die Form in den Orchesterwerken von A.Skrjabin") erfolgreich abschloss.

Bereits im Jahre 1954 hatte er an der Universität Leipzig das Akademische Orchester gegründet, das er bis heute leitet. Mit diesem Orchester konnte er in den jährlich 6 Akademischen Konzerten im Großen Saal des Leipziger Gewandhauses eine Anrechtsreihe etablieren, die großen Zuspruch findet und interessante Beiträge zum Musikleben der Messestadt leistet.

Von 1970 bis 1978 wirkte er als Musikdirektor des Staatlichen Loh-Orchesters Sondershausen, anschließend bis 1988 als Chefdirigent der Schweriner Philharmonie. Dort baute er seit 1981 maßgeblich die Außenstelle Schwerin der Hochschule für Musik Berlin auf und lehrte als Dozent Musikgeschichte. 1987 wurde er zum Honorarprofessor, 1988 zum künstlerischen Professor für Dirigieren berufen.

Seit 1991 lebt er freischaffend als Dirigent und Musikwissenschaftler in Berlin.

Neben den großen Repertoirewerken der Musikliteratur hat er interessante Wiederentdeckungen vergessener Meisterwerke der Vergangenheit dirigiert. Zahlreiche neue Kompositionen entstanden auf seine Anregung und wurden von ihm mit verschiedenen Orchestern zur Uraufführung gebracht.

Gastspielreisen führten ihn in viele Länder Osteuropas, nach Norwegen, Schweden, den USA, Kanada, Griechenland und wiederholt nach Fernost. Von 1981 bis 1988 war er mit einem Reiseverbot belegt.

Seit 1991 ist er häufiger Gastdirigent beim "Great Romantics-Festival" der amerikanischen Franz-Liszt-Gesellschaft in Hamilton/Kanada und beim "Texas Music Festival" in Houston/USA.